So entfernen Sie Spyware, Adware und unerwünschte Programme

FILExt ist eine Website über Dateiendungen und die Programme, die diese Dateitypen verwenden. Manchmal landen Nutzer hier, nachdem sie auf einen unbekannten Dateityp, eine merkwürdige Verknüpfung oder ein Pop-up geklickt haben, das durch Adware, Spyware oder ein anderes unerwünschtes Programm verursacht wurde. FILExt hat diese Software nicht installiert und kann sie nicht für Sie entfernen, aber die folgenden Schritte helfen Ihnen dabei, Ihren Computer sicher zu bereinigen.

Sicherheitsanbieter bezeichnen solche Bedrohungen meist als Spyware, Adware, Browser-Hijacker, potenziell unerwünschte Programme (PUPs) oder potenziell unerwünschte Anwendungen (PUAs). Verwenden Sie UWP besser nicht als Malware-Kategorie, da es unter Windows normalerweise für Universal Windows Platform steht und nicht dasselbe bedeutet.

Häufige Anzeichen für Spyware, Adware oder unerwünschte Software

Bevor Sie beginnen

Schritt 1: Windows und den integrierten Schutz aktualisieren

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Windows Update und installieren Sie alle verfügbaren Updates.
  2. Öffnen Sie Windows-Sicherheit > Viren- & Bedrohungsschutz.
  3. Stellen Sie sicher, dass Microsoft Defender Antivirus aktiviert ist, sofern Sie nicht bewusst ein anderes seriöses Antivirenprogramm verwenden.
  4. Öffnen Sie App- & Browsersteuerung > Einstellungen für zuverlässigkeitsbasierten Schutz und aktivieren Sie Blockieren potenziell unerwünschter Apps für Apps und Downloads.

Die aktuellen Sicherheits-Hilfeseiten von Microsoft finden Sie hier:

Schritt 2: Verdächtige Programme deinstallieren

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Apps > Installierte Apps.
  2. Sortieren Sie nach Installationsdatum, sofern verfügbar.
  3. Suchen Sie nach Programmen, die Sie nicht kennen, besonders nach kürzlich installierten „Search“-, „Coupon“-, „PDF“-, „Video“-, „VPN“-, „Treiber-Updater“-, „Systemoptimierer“-, „PC-Cleaner“- oder „Browser-Assistent“-Tools.
  4. Wählen Sie die unerwünschte App aus und klicken Sie auf Deinstallieren.
  5. Starten Sie den Computer nach dem Entfernen verdächtiger Software neu.

Die offizielle Microsoft-Anleitung zur Deinstallation finden Sie hier: Apps und Programme in Windows deinstallieren oder entfernen.

Schritt 3: Unerwünschte Browser-Erweiterungen und Benachrichtigungen entfernen

Google Chrome und Microsoft Edge

  1. Öffnen Sie das Browsermenü und gehen Sie zu Erweiterungen.
  2. Entfernen Sie alles, was Sie nicht installiert haben oder dem Sie nicht mehr vertrauen.
  3. Öffnen Sie Einstellungen und prüfen Sie Suchmaschine, Startseite, Startseiten beim Öffnen des Browsers sowie Website-Benachrichtigungen.
  4. Wenn der Browser weiterhin manipuliert ist, setzen Sie die Browsereinstellungen zurück.

Chrome-Nutzer sollten die Anleitung von Google verwenden: Unerwünschte Werbung, Pop-ups und Malware entfernen.

Mozilla Firefox

  1. Öffnen Sie Add-ons und Themes.
  2. Entfernen Sie unbekannte Erweiterungen und Themes.
  3. Verwenden Sie den Fehlerbehebungsmodus, um zu prüfen, ob eine Erweiterung das Problem verursacht.
  4. Falls nötig, bereinigen Sie Firefox, um Add-ons und Einstellungen zurückzusetzen.

Firefox-Nutzer sollten die Mozilla-Anleitung verwenden: Firefox bereinigen – Add-ons und Einstellungen zurücksetzen.

Safari auf dem Mac

Mac-Nutzer sollten Safari-Erweiterungen, Pop-up-Einstellungen und Warnungen vor betrügerischen Websites prüfen. Apples Anleitung finden Sie hier: Pop-up-Werbung und Pop-up-Fenster in Safari blockieren.

Schritt 4: Einen vollständigen Malware-Scan ausführen

  1. Öffnen Sie Windows-Sicherheit.
  2. Wählen Sie Viren- & Bedrohungsschutz.
  3. Wählen Sie Scanoptionen.
  4. Führen Sie eine vollständige Überprüfung aus.
  5. Entfernen oder quarantänisieren Sie erkannte Bedrohungen.
  6. Starten Sie den Computer neu und führen Sie einen weiteren Scan aus, wenn Windows-Sicherheit Sie dazu auffordert.

Wenn die Infektion immer wieder zurückkehrt, führen Sie einen Microsoft Defender Offline-Scan aus. Dabei wird der PC neu gestartet und geprüft, bevor Windows normal geladen wird. Das kann bei hartnäckiger Malware helfen.

Offizielle Microsoft-Seiten:

Schritt 5: Einen Zweitmeinungs-Scanner verwenden

Ein einzelner Antivirenscan reicht nicht immer aus. Diese Tools sind hilfreich, um Adware, Browser-Hijacker und hartnäckige unerwünschte Programme zu finden:

Laden Sie diese Tools nur von den offiziellen Websites herunter. Prüfen Sie nach dem Scan die Funde, bevor Sie etwas löschen. Im Zweifel ist Quarantäne besser als dauerhaftes Löschen.

Schritt 6: Prüfen, was mit Windows startet

Unerwünschte Programme kehren oft zurück, weil ein Autostart-Eintrag, eine geplante Aufgabe, eine Browser-Komponente oder ein Hintergrundprozess bei jedem Windows-Start geladen wird.

  1. Drücken Sie Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
  2. Öffnen Sie Autostart-Apps.
  3. Deaktivieren Sie Autostart-Einträge, die Sie nicht kennen oder nicht mehr benötigen.
  4. Starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob Pop-ups oder Weiterleitungen wieder erscheinen.

Microsofts Autostart-Anleitung finden Sie hier: Startanwendungen in Windows konfigurieren.

Schritt 7: Verdächtige Prozesse untersuchen

Für Nutzer, die genauer sehen möchten, was auf dem System läuft, kann Security Task Manager von Neuber helfen, riskante, versteckte oder unnötige Windows-Prozesse zu erkennen und zu erklären, warum ein Prozess verdächtig sein könnte. Das Tool ist besonders nützlich zur Untersuchung, wenn der Task-Manager unbekannte Hintergrundaktivität zeigt.

Security Task Manager ersetzt keinen Virenschutz und keine Malware-Bereinigung. Verwenden Sie ihn, um Prozesse, Dateipfade, Herausgeber und Risikohinweise zu prüfen. Bestätigen Sie verdächtige Einträge anschließend mit einem seriösen Scanner, bevor Sie wichtige Dateien entfernen.

Fortgeschrittene Nutzer können außerdem Microsoft-Sysinternals-Tools verwenden:

Löschen Sie keine Systemeinträge nur deshalb, weil Sie sie nicht kennen. Suchen Sie zuerst nach Dateiname, Herausgeber und Dateipfad.

Schritt 8: Gefälschte Warnungen und Benachrichtigungs-Spam beheben

Viele „Virenwarnungen“ sind keine installierte Malware. Es handelt sich um Browser-Benachrichtigungen von einer Website, der Sie versehentlich die Erlaubnis dazu gegeben haben.

  1. Klicken Sie nicht auf die Warnung.
  2. Rufen Sie keine angezeigte Telefonnummer an.
  3. Öffnen Sie die Website-Einstellungen Ihres Browsers.
  4. Entfernen Sie Benachrichtigungsberechtigungen für unbekannte Websites.
  5. Löschen Sie verdächtige Pop-up- und Weiterleitungsberechtigungen.
  6. Führen Sie anschließend einen vollständigen Scan aus, wenn die Warnungen weiterhin erscheinen.

Microsofts Hinweise zu Tech-Support-Betrug finden Sie hier: Schützen Sie sich vor Tech-Support-Betrug.

Schritt 9: Passwörter ändern, nachdem der Computer bereinigt wurde

Wenn Spyware, ein Passwort-Dieb, ein Fernzugriffstool oder etwas gefunden wurde, das Ihre Aktivitäten überwacht haben könnte, ändern Sie Ihre Passwörter nach der Bereinigung des Geräts. Beginnen Sie mit E-Mail, Online-Banking, Microsoft-, Apple-, Google-, Passwortmanager- und Shopping-Konten.

Die Verbraucherhinweise der FTC zu Malware finden Sie hier: Protect Your Computer from Malware.

Schritt 10: Wann Windows zurückgesetzt oder neu installiert werden sollte

Ziehen Sie in Betracht, Windows zurückzusetzen oder professionelle Hilfe zu suchen, wenn:

Sichern Sie vor dem Zurücksetzen nur persönliche Dateien. Stellen Sie keine alten Programmordner oder verdächtigen Installationsdateien wieder her. Installieren Sie nach dem Zurücksetzen oder Neuinstallieren von Windows zuerst Updates, stellen Sie dann Ihre Dateien wieder her und installieren Sie Software ausschließlich aus offiziellen Quellen neu.

Empfohlene Hilfeseiten

So vermeiden Sie eine erneute Infektion

Fazit: Beginnen Sie mit Windows-Sicherheit, entfernen Sie verdächtige Apps und Erweiterungen, setzen Sie bei Bedarf die Browsereinstellungen zurück, führen Sie einen vollständigen Scan aus und verwenden Sie anschließend ein Zweitmeinungs-Tool wie Malwarebytes AdwCleaner oder Microsoft Safety Scanner. Wenn das Problem weiterhin besteht, prüfen Sie Autostart-Einträge und Prozesse mit Tools wie Security Task Manager oder Microsoft Sysinternals Autoruns – oder holen Sie sich Hilfe in einem seriösen Support-Forum.